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Urologisches Zentrum

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Fax: 07151 562372

Bahnhofstr. 75
71332 Waiblingen

Vorsorge - Früherkennung

Früherkennung kann Leben retten!

Im Sinne von Prävention und Früherkennung wird die konsequente Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen seit jeher von Ärzten, Krankenkassen und Medien propagiert. Doch trotz der Appelle an das Gesundheitsbewusstsein fehlt oft der entscheidende Impuls: nur ca. 20 Prozent aller Männer nutzen die Vorsorgeuntersuchung. Dabei kann diese einfach und schnell durchgeführt werden, sie tut nicht weh und kostet nichts.

Männer ab dem Alter von 45 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Vorsorgeuntersuchung. Ein Anliegen, das uns alle gleich betrifft und uns allen gleich viel bedeuten sollte. Auch wenn sich die medizinischen Behandlungsmethoden weiterentwickeln und besser werden, können sie nicht annähernd so viel für Ihr persönliches Wohlbefinden und Ihre Gesundheit tun, wie Sie selbst. Eine vernünftige, gesundheitsbewusste Lebensweise und die Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen bestimmen ganz wesentlich Ihre persönliche Gesundheit.

Die urologische Männervorsorge befasst sich zwar prinzipiell mit der Früherkennung von bösartigen Erkrankungen, soll aber auch dazu dienen, andere „nicht-maligne“ Krankheitsbilder, wie z. B. Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Harnsteinleiden, Gallensteine, Leistenbruch, etc., vorzeitig zu erkennen, damit sie rechtzeitig behandelt werden können.

Gerade bei den Krebserkrankungen des Mannes haben wir bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, durch einfache Untersuchungen eine äußerst wirksame Früherkennung zu erzielen. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser und effektiver kann er behandelt werden und desto wahrscheinlicher ist das Überleben der Erkrankung!

Vorsorgeuntersuchungen

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung aller möglichen obligaten und fakultativen bzw. weiterführenden Untersuchungen, die im Rahmen einer Männervorsorge durchgeführt und von uns angeboten werden. Selbstverständlich ist es unser Anliegen für jeden Patienten in Abhängigkeit von Alter, Vorerkrankungen, genetischen Belastungen und Risiken, bereits vorliegenden Daten sowie individuellen Wünschen und Präferenzen, ein ganz persönliches „maßgeschneidertes“ Vorsorgeprogramm zusammenzustellen. Falls sich hieraus irgendwelche Auffälligkeiten ergeben werden Ihnen automatisch weiterführende Untersuchungen empfohlen, um die Verdachtsdiagnose nachzuweisen oder auszuschließen. Sie werden zu jedem Zeitpunkt sowohl über diese Maßnahmen als auch über den Ausgang bzw. das Endergebnis unterrichtet. Dabei beantworten wir auch gerne Ihre Fragen.

  • Gezielte Eigen- und Familienanamnese (Erhebung Ihrer individuellen Krankheitsgeschichte, Fragen nach Veränderungen und Beschwerden, Fragen nach Erkrankungen in der Familie)
  • Körperliche Untersuchung
    • Blutdruckmessung
    • Untersuchung der Haut
    • Inspektion und Abtasten der Bauch-, Lenden- und Leistenregion sowie der äußeren Geschlechtsorgane
    • Tastuntersuchung der regionalen Lymphknoten
    • Abtasten der Prostata
  • Urinuntersuchung
    • Sedimentuntersuchung (feste Bestandteile im Urin: z. B. rote oder weiße Blutkörperchen, etc.)
    • Chemische Urinanalyse ( chemische Zusammensetzung des Urins: z. B. Zucker, Nitrit, etc.)
    • Bakteriologische Austestung (Keimuntersuchung des Urins)
    • Antibiogramm (Ermittlung des antibiotischen Wirksamkeitsspektrums gegen einzelne Erreger im Urin)
    • Zytologische Untersuchung (Untersuchung des Urins auf Krebszellen)
    • NMP 22 Urintestverfahren (tumormarkerbasierte Urinuntersuchung auf Krebszellen)
  • Laboruntersuchung
    • Blutbild, Elektrolyte, klinische Chemie (Leber, Bauchspeicheldrüse, Zucker, Fette), Gerinnung
    • Tumormarker (PSA, CEA, CA 19-9, Beta-HCG, AFP, PLAP, etc.)
    • Hormone (Testosteron, SHBG, LH, FSH, Prolaktin, TSH, T3, T4, etc.)
  • Okkulttest im Blut (Hämocult®, Hämofec®, etc.)
  • Ultraschalluntersuchung
    • Sonographie der Bauchregion (Nieren- und Nebennieren, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Prostata, Harnblase, Lymphknoten)
    • Transrektale Sonographie (gezielte, hochauflösende Sonographie der Prostata vom Enddarm aus)
    • Doppler- bzw. Duplexsonographie (farbcodierte Ultraschalluntersuchung einzelner größerer Blutgefäße oder kleinerer Blutgefäße in einem Organ)
  • Röntgenuntersuchung
    • Ausscheidungsurogramm (röntgenologische Darstellung der oberen und unteren Harnwege mittels Kontrastmittelinfusion)
    • Cystogramm  (Kontrastmitteldarstellung der Harnblase)
    • Urethrogramm (Kontrastmitteldarstellung der Harnröhre)
  • Cystoskopie (ambulant)
    • Ohne Narkose
    • Mit Narkose
  • Urodynamik
    • Einfache Harnstrahlmessung
    • Erweiterte Urodynamik
  • Prostatabiopsie (ambulant)
    • Fächerförmige Sextantenbiopsie
    • Gezielte Biopsie von verdächtigen Knoten
    • Ultraschallgesteuerte Biopsie

Schlusswort

Die Vorsorge kann nicht die Entstehung einer bösartigen Erkrankung verhindern, sie kann diese aber frühzeitig erkennen! Die Therapieformen hängen im Wesentlichen vom Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ab. Während man im Frühstadium mit minimalem medizinischem und persönlichem Aufwand eine Heilung erzielen kann, ist diese im fortgeschrittenen Stadium selbst mit operativer und medikamentöser Therapie und unter maximalem persönlichen Einsatz nahezu unmöglich.
Denken Sie immer daran: Krebs ist heutzutage heilbar - aber nur wenn er rechtszeitig erkannt wird!